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Der Aufstieg der Philo-Sophie – Prof. Dr. Hans P. Sturm

2. August 2016
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Ist die moderne Philosophie wie wir sie kennen überhaupt noch das, was wir darunter verstehen? Diese Frage beantwortet Prof. Dr. Hans P. Sturm mit einem klaren Nein. In diesem Beitrag versucht er die Philosophie zu reanimieren und erläutert dem Betrachter dabei seine Gedankengänge, als auch ein Modell zur Erreichung der Vollkommenheit. Die Neuerung sieht Sturm im gedanklichen Rückgang zur eigentlichen Bedeutung der Philosophie, der Liebe zur Weisheit.

Bei der Wiederherstellung des Philosophie-Begriffes legt er dar, dass heutzutage vordergründig Natur- und Objektwissenschaften als wahrhaftig gelten und die Rationalität nicht immer voll zur Geltung kommt. Da die Wissenschaft jedoch rein logisch betrachtet nie mit Sicherheit als wahr gelten könne, bedarf es einer Neuerung im philosophischen Denken unserer Zeit. Um dies zu erklären bedient sich Sturm eines Klassikers, Platons Höhlengleichnis. Dabei stellt er jenes vor, schildert die genauen Vorgänge, und erklärt alles detailliert. Die Schattenwelt in der Höhle ist dabei gleichbedeutend mit der heutigen Natur- und Objektwissenschaft. Es lässt sich zwar beobachten und theoretisieren, jedoch niemals eine Prognose für Kommendes erstellen, welche auch bewiesen werden kann.

Nachdem somit der Beweis für das Fehlen der Vollkommenheit in den Wissenschaften erbracht ist, gilt es nun ein neues Modell zur Erreichung jener zu erstellen. Professor Sturm stellt dabei ein Modell vor, welches sich aus sechs Phasen, beziehungsweise Reflexionsstufen zusammensetzt. Ziel dieses Modells ist die Steigerung der Erkenntnisfähigkeit um der Vollkommenheit ein Stückchen näher zu kommen.

Dabei werden die unterschiedlichen Erkenntnisstufen in aller Ausführlichkeit erklärt, zudem stellt Sturm seine „Strukturtheorie der Re-flexion“ vor, um die Rahmenbedingungen des Betrachtens überhaupt zu erfassen. Angefangen beim Erleben und Erfahren, über das Reflektieren dessen, bis hin zur Anwendung des Gelernten in der Praxis. Der Weg führt somit von der Praxis zur Theorie, um anschließend wieder zurück zur Praxis zu gelangen. Dabei beschränkt sich das Modell jedoch nicht nur auf rein geistige Weiterentwicklung, sondern ebenfalls auf solche wie in Ethik, Asketik und allgemein allem, was den Menschen ausmacht.

Fazit Prof. Dr. Hans P. Sturmliefert mit seinem Beitrag eine Anleitung zum Philosophieren im klassischen Sinne, bei welcher sich jedoch ebenfalls auch asiatische Einflüsse im Selbstverständnis zeigen. Jeder Weisheit-suchende bekommt hier ein interessantes Modell zum Erreichen seines Zieles vorgestellt.

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